III. Dezentrale KWK – Energiesystem
> mit MHKW (Motorenheizkraftwerk) bzw.
BHKW ( Blockheizkraftwerk)
> Wirtschaftliche Kriterien im Betrieb
1. Das dezentrale MHKW - das wirtschaftliche KWK – Energiesystem
Die preiswerten Verbrennungsmotoren und Kraftwerkssoftware ermöglichen in Abhängigkeit
von der Wahl des Brennstoffpreises Strom & Wärme in Eigenregie die Grundlast billiger zu
erzeugen als der Fremdbezug von Strom aus dem öffentlichen Netz.
Dies vor allem deshalb, weil
- Die erzeugte Nutzenergie ( Strom & Wärme ) ohne hohe Verteilerverluste vor Ort besser genutzt werden kann und
- die Bereitstellungsgebühr für den Strom ( Entgelte der Netznutzung, Abgaben und Steuern, Verluste, Dienstleistungen, etc. ) aus dem öffentlichen Netz wegfällt.
Die wirtschaftliche Lösung des dezentralen MHKW – Konzeptes ist daher -
> die Produktion der Grundlast des Strom- und Wärmebedarfes in Eigenregie
> die Abdeckung des Stromspitzenbedarf durch den Bestpreisanbieter und
> der vom MHKW produzierte Überschuss an Strom & Wärme wird ins
öffentliche Netz abgegeben bzw. verkauft.
2. Die Funktion des wirtschaftlichen KWK – Prinzip mit MHKW
Kupplung nutzt mit der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme & Kälte effizient den Brennstoff, spart bei geringeren Erzeugungsverlusten Kosten und Energie und entlastet
hiermit unsere Umwelt von Schadstoff - Emissionen.
MHKWs erreichen Gesamtnutzungsgrade ( thermisch & elektrisch )
bis über 90 % .
3. MHKW – System – die wirtschaftliche Wahl der Anforderungen
Die wirtschaftlichste Systemkombination bei Einsatz der MHKWs – Module ( Einheit von Motor und Generator ) erfolgt in Kombination mit einer zusätzlichen Feuerungsanlage, um preisgünstig die Spitzenleistung für Wärme liefern zu können.
Das Ziel der Betriebsführung ist, ein kontinuierlicher Betrieb bei gleichbleibender Grundlast für eine hohe Nutzungsdauer der MHKWs.
4. Eine überzeugende MHKW – bzw. BHKW – Umwelttechnik.
Der ausschlaggebende Grund für die KWK – Förderung !
|
Dieser rationelle Energieeinsatz führt zu einerEmissionsentlastung der Umwelt,weil mit diesem MHKW - Energiesparsystem„ pro erzeugter Nutzenergie „weniger Primärenergie benötigt wird. |
Die Methoden der Abgasreinigung – je nach Erfordernis gemäß TA – Luft oder ½ TA – Luft
Ottomotor - Methoden zur Reduktion von NOx – Emissionen sind:
> Magerbetrieb und Oxidations- Katalysator
> Lambda – Regelung mit 3 – Wegekatalysator
> SCR – Katalysator
Dieselmotor - mit zusätzlichem Einsatz von Russfiltern
Daher wird die elektrische Energie aus KWK – Anlagen nach den Richtlinien des Ökostromgesetzes BGBl 149, § 12 vom 23.8. 2002 unter folgender Vorraussetzung gefördert.
a. Die in der KWK = MHKW – Anlage anfallende Abwärme wird für die öffentliche
Fernwärmeversorgung genutzt.
b. Die Einsparung des Primärenergieträgereinsatzes und der CO2 – Emissionen im
Vergleich getrennter Strom- und Wärmeerzeugung wird erzielt.
5. Wann ist der Einsatz eines MHKWs sinnvoll ?
Der Einsatz des MHKWs ist grundsätzlich dann sinnvoll, wenn vor Ort Wärme und Strom gleichzeitig benötigt wird. Dies verlangt eine exakte Planung, die alle Faktoren berücksichtigt.
Da die Investitionen für die MHKWs deutlich höher sind als für eine Kesselanlage, sollen für die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage möglichst hohe Benutzungsstunden ( hohe Grundlast ) erreicht werden. Bei einer kontinuierlichen Betriebszeit von 3.000 Stunden kann bereits ein wirtschaftlicher Einsatz des MHKWs möglich sein.
Dokumentation der Bilder von ASUE ( Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und
umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. )
________________________________________________________________
6. Betriebswirtschaftliche Lösungen mit dem MHKW – Betrieb bei
überdimensionierter Kesselleistung und Teillastbetrieb zB) Fernwärme,
Prozesswärme, etc.
1. Die Erzeugung von Warmwasser und die Deckung Fernwärmenetzverluste im Sommer mit
überdimensionierten Biomassekesseln verursachen zumeist im Teillast- und im Taktbetrieb
einen unvergleichlich erhöhten Emissionsausstoß.
Diese Betriebsweise im gedrosselten Zustand bedingt durch die geringe Leistungsabnahme
belastet durch die unvollständige Verbrennung ( Schwellbrand ) die Umwelt.
2. Der Kompromiss führt aus Investitionsgründen mit einem überdimensionierten Biomasse-
Feuerungsanlage – auch im Sommer mit der Fernwärme die Warmwasserbereitung anzubieten
vielfach wegen
- des schlechten Nutzungsgrades des Biomassekessels,
- des spezifisch höheren Stromverbrauches und
- der hohen Fernwärmenetzverluste
- des höheren Serviceaufwandes und
- kürzeren Lebensdauer des Biomassekessels
zu einem unwirtschaftlichen Betrieb durch Mehrkosten.
3. Die Abschaltung des Fernwärmebetriebes im Sommer führt wiederum zu enormen
Druckbelastungen der eingespannten Fernwärmerohre im Erdreich, wodurch - gerade
nicht fachgerecht verlegte Fernwärmenetze – diese Spannungsbelastungen nicht standhalten
können.
Die Folgen sind Fernwärmenetzzusammenbrüche mit riesigen Sanierungskosten – wie
dies die Beispiele aus der Praxis „ die frühzeitige Aktivierung der Netz – Leckanzeige „
zeigen. – siehe Berichte der „ Fernwärmetechnik Wundara „ – Siehe www.wundara.at
4. Mit der Entscheidung den Fernwärme – Sommerbetrieb einzustellen, verlieren
die Fernwärmebetreiber ein wichtiges Kundenpotential, die gerade im Winterbetrieb
bedeutende Wärmeverbraucher sind.
Die Lösung dieses Problems ist der Einsatz von MHKWs bzw. BHKWs
1. Mit der richtigen Leistungsauswahl des MHKWs fällt bei der Erzeugung von Strom
zusätzlich Abwärme = Wärme „ vom MHKW ( Motorwärme, Abgase ) an, die als Fernwärme
oder als Prozesswärme genutzt werden kann. Je nach Auslegung der Wärmeleistung
des MHKWs kann hiermit die Sommerheizlast der überdimensionierten
Biomassekessel wirtschaftlicher geführt werden.
2. Mit den Einsatz von MHKWs wird ein besonders hoher Brennstoff - Nutzungsgrad
erreicht und somit die Emissionssituation wesentlich verbessert.
3. Durch die Nutzung der im MHKW – Betrieb anfallenden Abwärme für die Fernwärme oder
Prozesswärme ist mit geringeren Betriebskosten zu rechnen.
4. Bei Erzeugung von Ökostrom aus dem MHKW ergeben sich nach dem Ökostrom –
Einspeisegesetz zusätzlich höhere Erträge, die die Wirtschaftlichkeit des gesamten
Energieversorgungssystem verbessern bzw. zusätzliche Gewinne bringen.
Dies vor allem, weil mit der Wärmeleistung des MHKW die Grundlast im Sommer und
Winter abgedeckt wird und gleichzeitig gewinnbringend Ökostrom produziert wird
5. Die Wertigkeit des Einsatzes der erneuerbaren Energie (Holzgas, Pflanzenöl, etc.) ist vor allem
im Winter gegeben, wo gerade in einer Zeit bei Volllast maximale Stromleistung erbracht wird,
in der die Wasserkraft am geringsten ist und kalorische Kraftwerke in Betrieb gehen.
Durch die Substitution von Heizöl bzw. effizientere Nutzung der Biomasse und durch die
Reduktion der kalorischen Kraftwerkseinheiten ergeben sich durch die Brennstoffe aus
erneuerbarer Energie ( Biogas, Holzgas, Deponiegas, Biodiesel, Pflanzenöl ) im MHKW
– bzw. BHKW - Betrieb wesentliche Emissionseinsparungen.
7. Die MHKW – bzw. BHKW - Technologie – die technische Lösung mit
ökologischer wirtschaftlicher Zukunft
Die Vorteile liegen auf der Hand
> hoher erreichbarer elektrischer Wirkungsgrad bis zu 40 %
> geringere spezifische Investitionskosten
> geringe Wartungs- und Instandkosten
Der Nachteil beim MHKW ist, daß der Verbrennungsmotor einen spezifischen Kraftstoff mit hohem Energieinhalt verlangt, der in reinem gasförmigem oder flüssigem Zustand relativ teuer in der Herstellung ist.
Ein Vergleich der elektrischer Wirkungsgrade von KWK – Energiesysteme
| KWK – Technologie | µ – elektr. | Betriebswirtschaftliche Nachteile – Vorteile |
| Dampf – Gegendruckturbine | 10 – 20 % | Nachteil: Kesselwärter, Wasseraufbereitung sind erforderlich, spez. Investition in kleineren Leistungsbereich relativ hoch Vorteil: Verbrennung preisgünstiger Energieträgerzur Dampferzeugung als Antriebsmedium |
| Dampf – Kolbenmotor | 6 - 20 % | |
| Dampf – Schraubenmotor | 10 – 15 % | |
| ORC – Prozess | 10 – 20 % | Vorteil: kein Kesselwärter, keine Wasseraufbereitung, geringe Wartung u. Instandhaltungskosten, Einsatz preisgünstiger Brennstoffe Nachteil: spez. hohe Investition kleinerer Leistungen |
| MHKW bzw. BHKW mit Diesel- und Gasmotoren | 28 – 40 % | Vorteil: Strom & Wärme vor Ort, hoher Nutzungsgrad, geringe Emission und Wartungsaufwand Nachteil: Gleichzeitige Abnahme von Strom & Wärme, exakte Planung erforderlich |
Die Erzeugung von Ökostrom & Biowärme mit MHKW bzw. BHKW – ist auf Grund des hohen elektrischen Wirkungsgrades und des Brennstoff – Gesamtnutzungs-grades eine gewinnbringende Notwendigkeit.





